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Virtualisierte Serverinfrastruktur für NÖ Landeskliniken
Mit VMware vSphere 4 wurden mehr als hundert Server eingespart
In der ersten Ausbaustufe eines großen Konsolidierungs- und Modernisierungsprojekts erhielten
16 niederösterreichische Landeskliniken eine ausfallsichere Serverinfrastruktur auf dem neuesten
technischen Stand. Mit der Virtualisierungssoftware des börsennotierten US-Unternehmens VMware
konnte in den einzelnen Krankenhäusern Serverhardware im Verhältnis von bis zu 10:1 eingespart
werden. Zudem profitieren die Spitäler nun von einer flexiblen, zukunftssicheren und hochverfügbaren
IT-Umgebung, die sich leicht verwalten und warten lässt. Durch das Mammut-Projekt konnten Kosten
gesenkt und die Effizienz der IT-Systeme deutlich verbessert werden.
Die HTH Consulting GmbH mit Sitz in St. Pölten zeichnet für die Planung und technische Umsetzung
dieses großen Transformationsprojekts verantwortlich. Die Umstellung verlief ohne Komplikationen
und der laufende Betrieb in den Kliniken war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt.
Alle NÖ-Spitäler unter einem Dach
Seit 2008 befinden sich alle Kliniken in Niederösterreich unter der Rechtsträgerschaft des Landes
Niederösterreich. Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen, das es zu fördern und zu erhalten gilt.
Um diesem Leitsatz gerecht zu werden, bietet die Niederösterreichische Landeskliniken-Holding, als
operativer Betriebsführer mit ihren Landeskliniken ein breites Angebot von klinischen Dienstleistungen.
Sie garantiert durch wohnortnahe Gesundheitsleistungen eine optimale Versorgung auf höchstem
Niveau für alle Patientinnen und Patienten.
Mit insgesamt 27 Klinikstandorten, an denen rund 167.000 Operationen durchgeführt werden und mit
2,24 Mio. Belagstagen ist sie der größte Gesundheitsdienstleister Österreichs. In den NÖ Landeskliniken
sind ca. 19.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 3.000 Ärztinnen und Ärzte und rund 9.900
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Pflege beschäftigt.
„Die NÖ Landeskliniken-Holding kümmert sich um die Finanzierung der Kliniken, aber auch um die
strategische Planung bei großen Beschaffungsvorgängen und Projekten. Nach der organisatorischen
Zusammenführung der Krankenhäuser lag es nahe, auch mögliche Synergien im IT-Betrieb auszuloten.
Strategisch wichtige Software Applikationen, wie alle betriebswirtschaftlichen Programme, werden
schrittweise zentralisiert um einen effizienteren Betrieb zu gewährleisten“, erklärt Dipl. KH-BW Helmut
Krenn, Kaufmännischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding.
Lokale IT am Puls der Patienten
Die wichtigen klinikspezifischen Applikationen werden weiterhin von den Kliniken selbst betrieben.
Es sind in jedem Klinikum eine Reihe medizinischer Spezialsoftwares im Einsatz, die von den Ärzte-
teams für spezielle medizinische Verfahren und Behandlungen benötigt werden. Diese Systeme und
Programme werden nicht selten auch von den Medizinern vor Ort verbessert und weiterentwickelt.
„Die lokalen Rechenzentren in den Kliniken sind wesentlich für die Qualität der Patientenversorgung
und haben daher für uns den gleichen hohen Stellenwert wie die „zentrale IT“!“, betont DI (FH) Mag.
Andreas Hofleitner, Bereichsleiter IKT-Infrastruktur der Abteilung für Organisationsentwicklung und IKT
der NÖ Landeskliniken-Holding. Gerade IT-Prozesse, die nahe am Patienten sind, müssen im Hinblick
auf Performance und Verfügbarkeit besonders hohe Anforderungen erfüllen. „Die Services müssen
rund um die Uhr ausfallsicher zur Verfügung stehen. IT ist aus dem Klinikalltag nicht mehr wegzudenken
und spielt darin eine immer zentralere Rolle“, DI (FH) Mag. Andreas Hofleitner.
Umso wichtiger wird es auch, die IT preisbewusst und effizient einzusetzen, wie Ing. Michael Hagmann,
Mitarbeiter der Abteilung für Organisationsentwicklung und IKT betont: „Aus Platzgründen und aus
wirtschaftlichen Überlegungen wollen wir nicht für jede neue Applikation einen neuen Server anschaffen.
Daher haben wir uns intensiv mit dem Thema Servervirtualisierung auseinandergesetzt.“ Hagmann
wurde mit der Umsetzung und der Durchführung des ehrgeizigen Plans beauftragt, die Serverumgebungen
aller Landeskliniken soweit sinnvoll zu virtualisieren.
HTH: ein starker, regionaler Partner mit Virtualisierungskompetenz
Auf der Suche nach einem kompetenten IT-Dienstleister, der über ausreichend Kompetenz, Know-how
und Erfahrung im Virtualisierungsbereich verfügt, ist Hagmann schnell auf HTH Consulting, einen in
St. Pölten ansässigen Spezialisten für IT-Beratung und Systemintegration, gestoßen. „Die HTH ist
genau das, was wir gesucht haben – ein mittelgroßer Dienstleister ohne festgefahrene Strukturen,
der flexibel auf unsere Bedürfnisse eingehen kann“, erläutert Hagmann. HTH ist Vertriebspartner von
VMware, einem der führenden Anbieter für Cloud-Infrastrukturen und Virtualisierungssoftware. Mit der
Software von VMware ist es möglich, einen Pool von physischen Servern in beliebig viele „virtuelle“
Server zu teilen, die sich gegenüber den Anwendern wie reale Server verhalten. So ist es zum Beispiel
möglich, für eine neue Applikation mit wenigen Mausklicks einen virtuellen Server bereitzustellen,
ohne dafür neue Hardware anschaffen zu müssen.
HTH verfügte auch über eine ausreichende Anzahl an VMware-zertifizierten Mitarbeitern mit der nötigen
Erfahrung in der technischen Umsetzung von Projekten dieser Größenordnung. Schließlich galt es in
der ersten Ausbaustufe, die Serverinfrastrukturen von nicht weniger als 16 Klinikrechenzentren zu
virtualisieren. Bald waren sich die Partner handelseins, und die HTH Consulting wurde mit der
Installation und Konfiguration der State-of-the-art-Virtualisierungssoftware VMware vSphere 4 beauftragt.
Planung und Ausrollung ohne „Stolpersteine“ und Stehzeiten
Als Pilotimplementierung begann man mit einem kleinen Projekt im Klinikum Baden-Mödling. „Die Tests
liefen ein halbes Jahr“, erzählt Hagmann. „Erst als wir uns sicher waren, dass auch sensible Spezialsoftware
mit Hochverfügbarkeitsanspruch stabil läuft, begannen wir mit der flächendeckenden Installation.
Die Virtualisierungssoftware wurde Schritt für Schritt in einer Klinik nach der anderen ausgerollt, erinnert
sich Stefan Fohringer, Projektleiter auf Seiten von HTH: „Jedes Krankenhaus für sich war für uns ein
Projekt von durchschnittlicher Größe, das mit rund drei Manntagen zu bewältigen war. Aber insgesamt
ist der Auftrag der NÖ Landeskliniken eine große Sache für uns. Von den ersten Planungen bis zur
Umsetzung dauerte es 18 Monate.“ Die Planung und Ausrollung verlief ohne jegliche „Stolpersteine“,
obwohl Fohringer „bei jedem Krankenhaus unterschiedliche IT-Landschaften und Strukturen“ vorfand.
Die Umstellungen konnten ohne unplanmäßige Ausfälle und Stehzeiten bewerkstelligt werden.
Hagmann räumt ein, dass er bei den lokalen IT-Mannschaften einige Überzeugungsarbeit leisten
musste, um sie für das Projekt zu gewinnen. „Letztendlich hat sie aber die Flexibilität überzeugt, die sie
durch die Virtualisierung gewinnen. Mit der VMotion-Technologie von VMware können virtuelle Server
sogar im laufenden Betrieb von einer Hardware auf eine andere verschoben werden, was den
Wartungsprozess erheblich vereinfacht.“
Ausfallsicher durch VMware-Cluster
Ein wesentliches Ziel des Projekts war eine „deutliche“ Reduktion der Serverhardware, und das ist
laut Hagmann auch in signifikantem Ausmaß gelungen, wie er am Beispiel des Klinikums Baden-
Mödling (die beiden Krankenhäuser sind organisatorisch zusammengefasst) deutlich macht. An den
beiden Standorten wurden 35 physikalische Server durch je drei geclusterte VMware-Server ersetzt.
Dadurch wurde nicht nur die Anzahl der Server deutlich vermindert, sondern auch die Ausfallsicherheit
erhöht. Fällt ein Server im Cluster aus, übernimmt binnen Sekunden ein anderer seine Aufgaben.
Weitere erwünschte Nebenwirkungen der VMware-Virtualisierung: Der Backup/Restore-Prozess ist nun
erheblich einfacher und sicherer geworden und die Transparenz aller IT-Prozesse wurde deutlich
erhöht. Für das zentrale Monitoring und Management der virtualisierten IT-Umgebungen kommt die
Software VMware vCenter 4 zum Einsatz.
Reibungsloser Betrieb ohne Ausfälle
Seit dem Ende der ersten Ausbaustufe, die die Umstellung von 16 Kliniken beinhaltete läuft der produktive
Betrieb „mit null Ausfällen“, betont Hagmann und ist voll des Lobes für HTH-Geschäftsführer Herbert
Thallauer und seiner Mannschaft: „In allen Bereichen hat HTH unsere Erwartungen voll erfüllt. Die
Kommunikation lief und läuft hervorragend. Die Technik-Crew ist freundlich und kompetent, die
Reaktionszeiten werden vertragskonform eingehalten. Einige Vereinbarungen wurden sogar übererfüllt.
HTH ist immer proaktiv auf unsere Bedürfnisse eingegangen.“
Hagmann hebt vor allem auch die flexiblen, individuellen Schulungen sowie die „hervorragenden
Schulungsunterlagen“ von HTH hervor, mit Hilfe derer sich das IT-Personal der Krankenhäuser
„binnen Minuten“ in die VMware-Technologie „einlesen“ konnte. Dazu HTH-Mann Fohringer: „Wir haben
Tagesworkshops zur Einschulung des IT-Personals gemacht. Das reicht für die Administratoren aus,
denn VMware ist einfach und intuitiv zu bedienen und auf jeder Markenhardware anwendbar.“
DI (FH) Mag. Hofleitners Fazit in Sachen Virtualisierung ist rundum positiv: „Das Projekt ist ein voller
Erfolg. Es bringt der NÖ Landeskliniken-Holding nachhaltig und auf Jahre hinaus Vorteile und
Einsparungen (Hardwareinvestitionen, Energieeinsparung etc). Und es hilft den einzelnen Kliniken,
den laufenden Betrieb effizienter und sicherer zu gestalten, was letztendlich den Patienten zugute kommt.“
Projekt-Highlights auf einen Blick
• 16 auf Virtualisierung umgestellte Kliniken
• Maßgeschneiderte Wartungsverträge für die einzelnen Kliniken
• 2 bis 4 neue Server als VMware-Hosts pro Krankenhaus
• 15 bis 35 virtuelle Maschinen pro Krankenhaus
• Verwendete Virtualisierungssoftware: VMware vSphere 4.0 in Verbindung mit VMware ESX 4.0 und vCenter 4.0
• Redundante Storage-Anbindung an ein Fibre-Channel SAN (Storage Area Network)
Vorteile der virtuellen Infrastruktur auf einen Blick
• Mehr als 100 physische Server eingespart
• Vereinfachte Wartung
• Einfacher Austausch veralteter Hardware
• Höhere Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der Krankenhaus-Systeme
• Schnellere Sicherungs- und Wiederherstellungszyklen
• Deutlich höhere Transparenz durch zentrales Monitoring aller Systeme
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